Guten Morgen,
manchmal staune ich darüber, wie lange wir alte Strategien mit uns herumtragen. Strategien, die einmal klug waren und uns geschützt haben. Die uns geholfen haben, durch schwierige Situationen zu kommen.
Viele davon entstehen sehr früh in unserem Leben.
Vielleicht haben wir gelernt, still zu sein. Uns zurückzuhalten. Nicht aufzufallen. Damals war das eine Überlebensstrategie, die uns vor Konflikten geschützt hat, die wir als Kind nicht hätten lösen können.
Andere haben etwas ganz anderes gelernt: nicht nachzugeben, sich durchzusetzen, immer bereit zu sein für den nächsten Streit. Auch das konnte einmal wichtig sein.
Das Merkwürdige ist nur: Diese Strategien verschwinden nicht einfach – auch nicht, wenn sich unsere Lebensumstände ändern und wir älter werden.
Sie bleiben. Und oft merken wir gar nicht, dass wir sie noch benutzen und wie sehr sie uns einschränken. Das, was früher eine Lösungsstrategie war, ist heute zu einem Käfig geworden.
Einfach, weil ein alter Teil von uns noch immer glaubt, dass genau das der sicherste Weg ist.
Manchmal frage ich mich, wie viele dieser alten Schutzstrategien wir noch mit uns tragen.
Und wie sich unser Leben verändern würde, wenn wir an der einen oder anderen Stelle merken würden: Die innere Not von damals ist vorbei. Heute haben wir viel mehr Möglichkeiten und sind viel stärker, als wir lange gedacht haben.
Welche Situation schießt Ihnen jetzt beim Lesen durch den Kopf? Ein Blick dorthin könnte sich lohnen 😊.